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Acid.Drop

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6

Montag, 5. März 2012, 19:18

Also, das Honorar für deine Arbeit hast du erhalten, da kannst du nichts mehr rausschlagen. Allerdings geht es nun um die Nutzungsrechte der Arbeit und nicht die Arbeit als solche.
Bis Dato hast du ihnen nur eine nicht kommerzielle Nutzung eingeräumt, nun geht es um die Kosten der Kommerziellen.

Leider streiten sich Kreativberufe seit Jahrzehnten darüber wie man hierbei nun vorgeht.
Relativ Weit verbreitet ist eine gewisse Staffelung anhand des Honorares und gewisser Multiplikatoren die sich je nach geographishen und medialem Umfang potenzieren.
So unterscheidet man z.B. zwischen Regional, Landesweit, Kontinental und Weltweit sowie, in dem Fall, ob nur Cover, Plakate und andere Werbemedien, Poster etc. pp und last but not least der angepeilten Produktions-/Vertriebsdauer ( Aktiv durch Werbung usw. ) bzw. eine generelle Vermarktungsdauer.

Hierfür gibt es leider keinen einfach weg... die Honorierung etc. unseres Berufstandes ist so undurchsichtig das du von 100 Designern/Grafikern wahrscheinlich an die 99 unterschiedliche Vorgehensweisen hören würdest.

Ich persönlich handhabe das entweder nach Absprache ( sofern es leute sind die vernünftig sind ) oder eben anhand einer Staffelung anhand des Umfanges.
Letzteres finde ich sehr praktisch, da der Kunde so selber entscheiden kann was ausgegebn werden soll anhand dessen was sinn macht... eine 12 Monatige regonale Nutzung ist eben wesentlich günstiger als ein 10 Jährige Weltweite Variante. Darüber hinaus gibt es natürlich auch Varianten die sich an den Erfolg richten, entweder prozentual an jedem Verkauf oder anhand der Verkaufzahlen bis zu einem gewissen Fixpunkt nach der veröffentlichung...

Allerdings hat es Fanta schon schön gesagt, ob die Gruppe mitspielt oder letzten endes abspringt steht in den sternen. Ist immer eine Gradwanderung zwischen einem angemessenen Honorar und der gefahr den Auftrag zu verlieren nur bin ich der ansicht, ist man nicht absolut auf dieses Geld angewiesen darf man schon etwas forscher aggieren.

Auch wenn Kunden das gerne anders sehen und unser "spielen" nicht wertschätzen, wir sind keine Schraubenzieher und haben ebenso ein anrecht für unsere Arbeit entlohnt zu werden.
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elektrodesign

unregistriert

7

Montag, 5. März 2012, 21:21

leute schnallt euch selbst den gürtel nicht zu eng dann bekommt ihr auch mehr luft...
es geht hier um ein minimalauftrag aus eigeninteresse und keine massenproduktion eines megaprintdesign für eine firma oder ein dickes musiklabel,es wäre zwar schön wenn die band eventuell kommerziell einschlagen würden aber erst genau dann würde ich mündlich mit denen absprechen das man ein einmaligen aufschlag des preises bekommt.man kann sich dann natürlich infos ohne ende ziehen und dort mit einer schwarz auf weiss gedruckten auflistung von rechtlichen honorierungswegen aufschlagen und denen das unter der nase halten,allerdings glaube ich dann nicht das du weiterempfohlen wirst oder das sie dich dann noch einmal als grafiker in betracht ziehen...muss aber jeder für sich selbst entscheiden!

kann nur den tip geben wenn man freiberuflich als grafiker unterwegs ist und nach einer grafik gefragt wird das man von vorne rein um ein höheres honorar verhandelt ,natürich aber so das es angemessen für beide ist.viielleicht kannst du dort wenn man unbedingt drauf besteht mit 50 euro mehr rausmaschieren.würde an deiner stelle aber lieber vereinbaren das wenn sie kommerziellen erfolg haben das sie werbung wo immer es geht für dich machen,auf den cd cover ihrer HP etc. wo dein name oder deine webseite presentiert wird,das ist viel mehr wert glaub es mir :-) vielleicht ziehst du so noch ein paar andere aufträge an land! aber informiere dich vorher mal was andere professionelle grafikfirmen für logos covers etc nehmen und mach für dich selber einen fairen preis aus der darunter liegt.

viel erfolg bei deinen weiteren verhandlungen,

mfg elektro

fantaflascher

unregistriert

8

Montag, 5. März 2012, 21:32

elektro

das ist immer Ansichtssache. Jeder von uns kennt das Problem kleine Band kein Geld aber ein Cover für die Demo. Man hilft und man arbeitet Stunden daran dass das Cover gut aussieht und nimmt den Minimalbetrag weil man ja helfen will. Dann kommt das Problem mit Kommerziell und schon hat man gelitten.

Ich persönlich kenne das Problem habe für ein Fanprojekt ein Cover entworfen weil mich ein kleiner Verein darauf angesprochen hat.. Klar man kennt das Projekt man kennt das Lied und man macht es. Sollte ja nur für den Verein sein. Nach ein paar Monaten stand ich dann im Elektromarkt bei uns und was musste ich sehen das Cover wurde auf einmal Kommerziell verwendet. Hätte ich es gewusst oder wäre ich gefragt worden dann wäre mein Preis auch anders ausgefallen. Ich hatte jetzt die Möglichkeit es hin zu nehmen oder zu klagen. Ich habe nie wieder was für dieses Projekt gemacht und berechne die Preise jetzt anders.

Das Problem ist das einige Leute immer wieder meinen das wir die Deppen der Nation sind und sie sich alles raus nehmen dürfen.

Acid.Drop

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9

Montag, 5. März 2012, 22:31


... erst genau dann würde ich mündlich mit denen absprechen das man ein einmaligen aufschlag des preises bekommt.

Schwer Geschäftsschädigendes Prozedere finanzielle Belange rein mündlich festzulegen, da es hier keinerlei Beweisbarkeit im Streitfall gibt. Verträge werden ausschließlich Schriftlich getätigt wenn es sich nicht um Personen handelt denen man 100%ig vertrauen kann... was hier evtl. auf die Band zutrifft, aber nicht zwangsweise auf deren potentielles Plattenlabel.


Zitat

man kann sich dann natürlich infos ohne ende ziehen und dort mit einer schwarz auf weiss gedruckten auflistung von rechtlichen honorierungswegen aufschlagen und denen das unter der nase halten,allerdings glaube ich dann nicht das du weiterempfohlen wirst oder das sie dich dann noch einmal als grafiker in betracht ziehen...


Genau wegen solcher Ansichten bekriegen sich Grafiker untereinander und lassen keine Gelegenheit aus andere auszuboten.
Es gehört zu einem professionellen Auftreten für beide Seiten klare und transparente Verhältnisse zu schaffen das es zu keinerlei Problemen kommen kann. Das beide Partein zweifelsfrei ihre Rechte und eventuelle Pflichten festlegen.
Ein Kunde der weiß was er für sein Geld bekommt, sowie was und was nicht damit gemacht werden darf, wird einen eher weiterempfehlen als ein Kunde der schlicht sein Geld los ist und letzten endes nichts auf der Hand hat außer ominöser Formulierungen... denn die "richtige" Formulierung und schon hat man ausreichend Spielraum für saftige Klagen wegen des Verstoßes gegen das Urheber- und/oder Nützungsrecht.

Zitat


würde an deiner stelle aber lieber vereinbaren das wenn sie kommerziellen erfolg haben das sie werbung wo immer es geht für dich machen,auf den cd cover ihrer HP etc. wo dein name oder deine webseite presentiert wird,das ist viel mehr wert glaub es mir :-) vielleicht ziehst du so noch ein paar andere aufträge an land! aber informiere dich vorher mal was andere professionelle grafikfirmen für logos covers etc nehmen und mach für dich selber einen fairen preis aus der darunter liegt.

Bitte was? Also abgesehen davon das des Plattenlabel nicht an solche Vereinbarungen zwischen dem Grafiker und der Band gebunden wäre und nicht dazu verpflichtet ist das Branding des Grafikers auf Produkten und Werbemedien zu akzeptieren, was denkst du wie schnell das Cover weg vom Fenster wäre? Alles was man sich hierbei erhoffen kann ist eine kleine Angabe in den Credits... die Platte soll verkauft werden, die Band soll beworben und hervorgehoben werden und nicht der Grafiker eine neue Werbefläche erschließen.

Zudem, das Honorar hat sich erledigt, Sie hat das Honroar erhalten und damit keine rechtliche Handhabe hierbei noch einen Aufschkag zu erhalten, alles was in diesem Zusammenhang läuft ist reine Kulanzbasis.


So, und nimm das nun nicht all zu persönlich, aber rechtliche Ratschläge geben aber selber schon mit dem Urheberrecht tendenzeill überfordert sein passt ganz und gar nicht zusammen.

Es stimmt das es immer besser ist weitere Kunden so wie Aufträge zu Akquirieren anstatt sich nur auf das Geld zu fixieren nur muss man realistisch blieben, rechtliche Prozedere beachten und vor allem, man darf sich nicht verkaufen! Denn DAS spricht sich rum... "Wieso so viel? Firma XY und YZ haben Sie nur ein drittel berechnet! Nee, da such ich mir einen anderen"

Es tut mir sehr leid wenn du dich angegriffen fühlst aber schnall du den Gürtel etwas enger und hör auf solch idealistische Ideen zu propagieren.

Wenn es um eine komerzielle Nutzung geht, ist es nicht mehr die Band die die Verhandlungen führt ( nur wenn diese alles selber finanzieren, von Marketing bis hin zu CD Pressen usw. ). Daher ist alles freundschaftliche Gelaber irrelevant.
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elektrodesign

unregistriert

10

Dienstag, 6. März 2012, 00:02

hallo,
ich fühle mich gar nicht angegriffen,schon ok wenn dir ein zu enger gürtel gut steht.ich habe halt absolut versucht etwas aus meiner erfahrung hier weiterzugeben.resultat trotz kopfschütteln ist das ich für 2x cocktailbars ein tattoostudio und einen angesagten technoclub regelmässig aufträge habe,manche sachen lehne ich sogar aus zeitlichen gründen ab,und noch lange kein grund für selbstüberschätzug.meine gesammelten erfahrung als hobby oder in manchen hinsichten als "freiberuflicher grafiker" gebe ich trotz nicht nachvollziehbaren tips & kopfschütteln gerne weiter,vielleicht hilft es ja einen.aber wahrscheinlich hast du recht grade hier ist es besser das gewisse leute mutter theresa für alles spielen und mit hohen dozentenreden und grafikerduktus um sich werfen und der rest schweigt hier wie so oft still und leise vor sich hin.genau so nennt man dann wahrscheinlich ein aktives forum auch wenn du in vielen hinsichten recht hast!
finde nur ob mit gürtel oder ohne das sich die nicht studierten grafiker mal die frage stellen sollten welche changen für aufträge überwiegen,wenn man mit dozentensprache & § um sich wirft können sich die leute ja gleich eine grafikfirma aufsuchen die die honorierte messlatte bis zum anschlag aufgesetzt haben,diesen eindruck hätte ich zumindestens,ansonsten ist ein selbstbewusstes auftreten nie verkehrt.das stimmt schon...


@fanta,sowas ist mir zum glück noch nie passiert,ich hatte immer das glück das meine auftragsgeber(wo ich um jeden einzelnen froh bin) "standhaft" waren und sich nicht in ihrer aufbau oder entwicklungsphase befanden.also an deiner stelle hätte ich es einfach hingenommen aber wäre den nächsten auftrag dann anders angegangen! ich habe früher viel umsonst gemacht in der hoffnung andere aufträge ans land zu ziehen,das hat aber bis auf endlos lange nächte und verschwommene stunden absolut nichts gebracht...die erfahrung formt einen,und wenn man welche gemacht hat sollte man versuchen sie weiterzugeben o.zu helfen.

mfg elektro